Die 8 größten Fehler beim Auswandern nach Spanien
Spätestens wenn der Winter in Deutschland gar kein Ende nimmt und man im Mai noch die Daunenjacke griffbereit hält, erwacht in vielen der Traum, dies alles hinter sich zu lassen und in den Süden zu ziehen. Endlich immer nur gutes Wetter, eine entspannter Lebensweise und den Duft von Orangen in der Nase, so stellt man sich dann das Leben in Spanien vor. Spanien ist für viele Deutsche das Traumland schlechthin.
Wie aber sieht es aus, wenn man diesen Traum wahr macht und wirklich zu neuen Ufern aufbricht.? Wenn der Traum, die Idee, die man zuerst hatte, auf einmal Realität werden will? Was erwartet den Auswanderer, der sonnenhungrig ins Flugzeug steigt, einem neuen Leben entgegen?
Ich kann ein bisschen von meinen Erfahrungen erzählen, denn ich habe einige Zeit mit zwei Kleinkindern in Sevilla gelebt, ganz im Süden Spaniens also, dort, wo die Insekten schon ganz anders aussehen als in Deutschland, man sich vor Schlangen hüten muss und die berühmte Feria stattfindet.
Wenn man mit Kindern ins Ausland auswandert, hat man zu den eher alltäglichen Organisationsproblemen noch einiges mehr zu bewältigen. Ist nun erst einmal eine passende familiengerechte Bleibe gefunden, stellt sich die Frage nach dem geeigneten Kindergarten oder auch der Schule, den Freizeitmöglichkeiten, Kontakten und Kinderarzt.
Aber auch die Erwachsenen haben viele Fragen zu klären. Wo werden Sie wohnen, arbeiten, wie sieht das Berufsleben in Spanien aus? Wird man Sie in die spanische Gesellschaft aufnehmen und können Sie sich an die spanischen Alltagsgewohnheiten anpassen? Können Sie damit leben, wenn Sie morgens keine Vollkornbrötchen bekommen? Reichen die Spanischkenntnisse aus, um das tägliche eben in diesem Land zu meistern und wenn nicht, wo können Sie evtl. Kurse belegen?
Es gibt also unzählige Fragen, die zu klären sind. Ein ganz wichtiger Aspekt, den selbst sehr Abenteuerlustige leicht unterschätzen, ist das Heimweh. Immerhin lässt derjenige, der sein Heimatland verlässt, eine Menge liebgewonnener Menschen hinter sich. Und es wird eine Weile dauern, bis er in der Fremde wieder so vertraute Kontakte hat. Die Familie ist weit und manchmal wird man auch im sonnigen Süden krank.
Eine große Portion Mut gehört also mit ins Handgepäck, wenn man seine Heimat für längere Zeit oder auch auf Dauer verlassen will. Auf jeden Fall wächst aber der Respekt vor den Fremden im eigenen Land, ist man sich auf einmal ja dann gewahr, welch Anpassungsleistung diese oft leisten müssen, besonders, wenn sie aus ganz anderen Kulturen stammen.
Spanien ist ein europäisches Land, also sollten die Unterschiede nicht allzu groß sein, so denkt man. Ich habe aber oftmals müde Deutsche im Park getroffen, die das Aktionsprogramm ihrer feierfreudigen spanischen Freunde nicht mehr mithalten konnten und sich nur noch nach Ruhe im Getümmel sehnten und habe mich selbst mit deutscher Pünktlichkeit ins Fettnäpfchen begeben, wenn ich für spanische Verhältnisse viel zu früh zu einer Verabredung gekommen bin…
Es gibt kulturelle Unterschiede, ich möchte später noch darauf eingehen. Der schönste Aspekt der spanischen Kultur ist aber die absolute Kinderfreundlichkeit. Als Mutter in Spanien ist man sehr hoch angesehen, es ist normal, dass die Kleinen überall mit dabei sind. Sie sind gern gesehen und werden auch von anderen miterzogen. Spanien ist ein sehr kinderfreundliches Land, was das Leben mit Kleinkindern deutlich erleichtert.
Und wie sieht es mit dem spanischen Klima insgesamt aus?
Wer sich entschließt ganz in den Süden zu ziehen, muss damit rechnen, in den Sommermonaten sein Leben auf den Abend zu verlegen. In Sevilla überziehen Leinenbahnen die Fußgängerzonen, um die Einkaufenden vor der sengenden Hitze zu schützen. Man kann erst abends auf die Straße. Dann findet aber lange Zeit das Leben draußen statt – eine Lebensweise, an die man sich anpassen muss. Und es ist wirklich heiß!!!! Spätestens im August kann man sich auf keinen ausgehandelten Termin mehr verlassen, denn alle sind am Meer.
Immer nur den Duft von Olivenbäumen und Orangen, die Zitronen vor der Haustür? Wer in ein anderes Land umsiedelt, muss sich auf beides gefasst machen, auf heitere entspannte Momente und das Glück, einen ewig tiefblauen Himmel zu sehen, aber auch die Hilflosigkeit, wenn etwas schief geht, ein Wasserrohrbruch die Decke reißen lässt oder jemand dort ins Krankenhaus muss, da er für den Rückflug zu krank ist. Kurzum, es ist das ganz normale Leben unter anderen Bedingungen, das den Auswanderer erwartet, er nimmt sich auch immer mit, egal wohin er geht.
Auswandern erfordert eine ganze Menge Mut. Das ist die Grundvoraussetzung wenn man den heimatlichen Hafen verlässt. Man weiß überhaupt nicht, was einem in der Fremde erwartet. So ist es ein großer Schritt in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung, wenn man für längere Zeit in ein anderes Land geht. Und manchmal wächst man in den neuen Situationen geradezu über sich hinaus.
- Fehler 2: Heimweh ist ein Fremdwort
- Fehler 4: In Spanien werde ich nicht krank
- Fehler 6: Das Geld, das liebe Geld…
- Fehler 7: In Spanien wird alles besser
Zum Schluss ein Online-Tipp, der sicherlich auch für Auswanderer interessant sein dürfte: Expedia.de Gutschein
Ich wäre niemals mit kleinen Kindern ausgewandert. Wir sind erst gegangen, als die Kinder schon gross waren und ihr eigenes Leben begonnen haben.
Mir wäre das eine zu grosse Verantwortung gewesen, Schule etc.
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